Tongestaltung - Foley-Recording

WEISS DER WIND


Dokumentarfilm von Philipp Diettrich
D 2012, 80 Min., S/W, Tonformat 5.1

"Ich hab kein Bock mehr auf das Knallen". Eine junge Frau muss sich daran gewöhnen. Sie besucht nach langer Zeit des Entzugs und der Therapie ihre Familie. Über die Lausitz und ihre Landschaft trägt der Wind aber immernoch jenes Echo, das sich nur schwer ertragen lässt. Ertüchtigung und dicke Mauern sollen die Versprechen halten und die Familie zusammen. Der Tag wird zerlegt und die Bewegungen getrimmt. Gesprochen wird kaum. Und natürlich geht es auch um Liebe.

Preis für die beste dokumentarische Arbeit - dokKA Karlsruhe 2014
"In »Weiß der Wind« von Philipp Diettrich wird das Verhältnis von Orten und Personen, aber auch Bildern und Tönen Augen öffnend neu geordnet. Es geht um eine Familie, die nicht gemeinsam im Bild zu sehen ist. Es geht um eine Familie, die nicht miteinander zu sprechen scheint. Und dazwischen knallt es. Formale Stringenz und fragmentarische Darstellung können hier nebeneinander bestehen. Ein Film als Zustand, der keine Kausalitäten herstellt. Die Kamera von Melanie Jilg schafft präzise Schwarz-Weiß-Bilder, die nicht überwältigen wollen, und doch nahe kommen. Eine kühle Ästhetik, die trotzdem in der Lage ist, zärtliche und poetische Momente zu schaffen." - Jurybegründung DOKKA
Nominiert für Compétition Internationale Longs Métrages Festival Visions du Réel, Nyon 2013